Industriemeister: Gehalt und Aufgaben

Industriemeister:innen sind Führungskräfte, die mit ihrem Fachwissen und ihrer Berufserfahrung häufig auch Personalverantwortung tragen. Viele Industriemeister:innen sind das Bindeglied zwischen der Betriebsleitung und den Mitarbeiter:innen und haben Aufgaben wie die Koordination von Abläufen in der Produktion und die Sicherstellung von Qualitätsstandards. Hohe Verantwortung und Führungsaufgaben gehen meist auch mit einem höheren Gehalt für Industriemeister:innen einher, das aber je nach Branche und Standort sehr unterschiedlich sein kann. Im Unterschied zu anderem Berufen kommt hier außerdem hinzu, dass viele Industriemeister:innen in Unternehmen arbeiten, die an einen Tarifvertrag gebunden sind.

Was verdient ein:e Industriemeister:in?

Industriemeister:innen können als Bruttogehalt durchschnittlich 50.600 Euro im Jahr verdienen. Denkbar sind aber je nach Branche auch 60.600 Euro. Als Spanne für das Gehalt von Industriemeister:innen kann 43.100 bis 60.600 Euro im Jahr genannt werden. Das Durchschnittsgehalt beträgt 3.200 Euro brutto im Monat, was jedoch je nach Branche stark abweichen kann.

Von welchen Faktoren hängt das Gehalt ab?

Im Gegensatz zu Handwerksmeister:innen, die oft selbstständig einen Betrieb führen, sind Industriemeister:innen in der Regel bei einem Unternehmen angestellt. Dennoch kann ein:e Industriemeister:in mit Erfahrung und Spezialwissen deutlich mehr verdienen als ein:e Gesell:in. Übrigens verdienen Industriemeister:innen oft mehr als ihre männlichen Kollegen.

Die Faktoren, die das Gehalt von Industriemeister:innen beeinflussen, sind sehr breit gefächert. Unter anderem spielen

  • die Branche,
  • der Standort des Unternehmens,
  • die Berufserfahrung und
  • die jeweiligen Aufgaben des/der Industriemeister:in

eine Rolle.

Den größten Unterschied beim Gehalt für Industriemeister:innen macht wohl die jeweilige Branche aus, aber auch der Standort des Unternehmens und dessen Größe hat einen großen Einfluss auf das Gehalt. In Großstädten wird meist mehr bezahlt als auf dem Land. Auch zwischen West- und Ostdeutschland gibt es weiterhin Unterschiede. Darüber hinaus beeinflusst die Zahl der Absolvent:innen der Fortbildung zum/zur Industriemeister:in das Gehalt. Gibt es in einer Fachrichtung nur wenige Industriemeister:innen, sind sie natürlich sehr gefragt, und Arbeitgeber – gerade bei größeren Unternehmen – zahlen gerne ein höheres Gehalt.

Beim Gehalt für Industriemeister:innen gilt es zu beachten, dass diese oft in Betrieben arbeiten, die an einen Tarifvertrag mit einer Gewerkschaft, wie ver.di oder die IG Metall, gebunden sind. Dies gilt vor allem für die Metall-, Chemie- und Elektrobranche. Daher richtet sich das Gehalt hier nach den jeweiligen tarifvertraglichen Vorgaben. Der Tariflohn bestimmt sich danach, in welche Entgeltgruppe der Industriemeister:innen anhand der jeweiligen Qualifikation eingestuft wird. Nach der Weiterbildung zum/zur Industriemeister:in wird man meist in die Entgeltgruppe 9 oder 10 eingestuft, was mit einem Gehalt von 3.000 bis 4.800 Euro je nach Bundesland einhergehen kann. Übernimmt ein:e Industriemeister:in Personalverantwortung und Führungsaufgaben, kann er/sie in höhere Entgeltgruppen aufsteigen.

In welchen Branchen verdient ein Industriemeister besonders gut?

Der größte Gehaltsunterschied zeigt sich in der jeweiligen Fachrichtung. Übrigens lohnt sich die Aufstiegsfortbildung zum/zur Industriemeister:in im technischen Bereich finanziell besonders. Hier verdient ein Industriemeister:innen nach einer Fortbildung deutlich mehr als ein Techniker:innen oder ein:e technische:r Fachwirt:in. Die Gehaltsunterschiede zu Ingenieuren mit einem mehrjährigen Studium sind bei vielen Industriemeister:innen nicht groß.

Zu den Spitzenverdienern gehören Industriemeister:innen in der Luftfahrttechnik mit durchschnittlich 3.400 Euro brutto im Monat. In der Chemiebranche oder der Elektrik-Branche sind mit durchschnittlich über 3.000 Euro brutto ebenfalls gute Gehälter möglich. Deutlich weniger verdienen Industriemeister:innen in Fachrichtungen wie Mechatronik oder Textil. Neben der Branche spielt jedoch auch der Standort des Unternehmens und dessen Größe eine wichtige Rolle beim Gehalt. Die jeweiligen Aufgaben und die damit verbundene Verantwortung macht sich bei vielen ebenfalls auf dem Gehaltszettel bemerkbar.


Häufig gestellte Fragen zu Gehalt und Aufgaben des Industriemeisters

Was ist ein:e Industriemeister:in?

Industriemeister bzw. Industriemeisterinnen sind häufig das Bindeglied zwischen der Betriebsleitung und den Mitarbeitern. Sie tragen Personalverantwortung, koordinieren Abläufe in der Produktion und stellen Qualitätsstandards sicher. 


Wie hoch ist das Durchschnittsgehalt eines/einer Industriemeister:in?

Das Durchschnittsgehalt kann 50.600 Euro brutto im Jahr betragen. Je nach Branche und Fachrichtung auch bis zu 60.600 Euro brutto im Jahr. Die Spanne des Durchschnittsgehaltes eines Industriemeisters reicht von 43.100 Euro bis 60.600 Euro jährlich. Auch die Berufserfahrung und die Art der Weiterbildung kann sich im Einkommen zeigen.


Welche Faktoren haben Einfluss auf den Verdienst eines/einer Industriemeister:in?

Folgende Faktoren beeinflussen die Höhe des Verdienstes eines/einer Industriemeister:in:

  • Branche
  • Bundesland und Standort des Unternehmens
  • Berufserfahrung
  • Jeweilige Aufgaben des/der Industriemeister:in
  • Anzahl der Absolventen der jeweiligen Fortbildung 

Ein:e Industriemeister:in nach einer Aufstiegsfortbildung kann sogar deutlich mehr verdienen als ein:e Techniker:in bzw. technische:r Fachwirt:in. Technische Fachwirte verbinden in ihrer Ausbildung Technik und Verwaltung, während Industriemeister:innen darauf abzielen, Führungsrollen im Industriegebiet einzunehmen. Außerdem kann der Verdienst eines/einer Industriemeister:in von der jeweiligen Branche abhängen. Industriemeister:innen in der Luftfahrttechnik verdienen daher deutlich mehr als solche, die in den Fachrichtungen Mechatronik oder Textil arbeiten. 

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